Gemeinsam aktiv - für Natur und Umwelt

Oberstes Ziel unserer Arbeit ist der Erhalt und der Schutz einer möglichst intakten Natur in der Kulturlandschaft unserer dörflichen Umgebung mit ihren Streuobstwiesen, Altbaumbeständen, Feldgehölzen, Wildblumenwiesen, Magerrasenflächen und Feuchtbiotopen. Wir bemühen uns, das Bewusstsein der Menschen für umweltschonendes Verhalten im Alltag zu schärfen. Wir fördern die Anpflanzung heimischer standortangepasster Gehölze und Stauden in privaten und öffentlichen Anlagen und treten für die Vermeidung von Umweltgiften in allen Lebensbereichen ein.

Die Vielfalt von Pflanzen und Tieren ist Kennzeichen einer Natur, die mehr Lebensqualität für uns alle bietet. Darum wollen wir sie erhalten und weiterentwickeln.

 

Vogel des Jahres 2020 :

 

Turteltaube

 

                                                                                                                                                                                                       Foto: Nabu

Die Turteltaube -

man sieht sie beinahe gar nicht mehr und man hört sie auch nur noch extrem selten - unsere kleinste, wildlebende Taube!

 

Was ist los? Was sind die Gründe ??

 

1.     Ihr Lebensraum wird knapper.

 Auwälder, intakte Waldsäume, Hecken- und blütenreiche Wegrandstreifen werden seltener oder verschwinden in der Kulturlandschaft ganz.

Lichte Wälder mit Unterwuchs und kleinere Feuchtbiotope sind rar.

2.     Ihre Ernährung hat sich zwangsläufig verändert.

 Ihre „vegane“ Lieblingsspeise sind feinere Sämereien von Wildpflanzen

 wie Klee, Vogelwicke, Erdrauch, Wolfsmilch und Leimkraut usw.

 Aufgrund der intensivierten Landwirtschaft verschwinden diese Kräuter.

 Die Taube muss also auf Samen von Kulturpflanzen wie Weizen und Raps ausweichen, die ihr weniger zuträglich sind.

3.     Sie ist Opfer von legaler und illegaler Jagd!

 Die Turteltauben dürfen – trotz EU-Vogelschutzrichtlinie – in einigen

 EU-Ländern bejagt werden. Durch Vogelfang in Nicht EU-Ländern während des Zuges kommen noch weitere, große Verluste hinzu. Insgesamt verlieren so jährlich 2,5 bis 3Millionen Turteltauben ihr Leben. Das reißt eine riesige, Lücke in den Gesamtbestand dieser Vögel.

4.     Was ist zu tun?

 Durchsetzen eines Jagdstopps in den Mittelmeerländern!

 Förderung von biologischer, nachhaltiger Landwirtschaft!

 Schrittweise Umgestaltung und Strukturierung der Kulturlandschaft

 durch Hecken, blühende Ackerrandstreifen, Blühflächen, Streuobstwiesen, strukturreiche Waldränder und kleine Feuchtbiotope.

 

Die Maßnahmen unter 4. helfen nicht nur der Turteltaube, sondern zahllosen weiteren Lebewesen – Tieren und Pflanzen und letztlich auch dem Menschen!

 

 

 

 

Unser Thema des Jahres:

 

Natur:  

 

 

 Ordnung  

 

oder

 

                                          n

 

 

     o       r           d

 

 

                       n       

        

 

                     

            g     ?

 

 

Natur – Ordnung oder Unordnung?

 Sind Sie auch der Meinung, dass unser diesjähriges Jahresmotto Erläuterungsbedarf hat?

 Hier ist ein Versuch:

 Der Begriff Ordnung ist relativ. Er braucht Definition!

 Ordnung ist nicht eindeutig, sondern abhängig von demjenigen, der sie definiert und den Zielen, denen die Ordnung dienen soll.

 Beispiel:

·         Der Gärtner eines barocken Schlossgartens muss seine Arbeit und die ihr zugrundeliegende Ordnung so definieren, dass sie zu dem barocken Schloss und dem barocken Zeitgeist passt, den der Garten repräsentieren soll:

        Geometrisch angelegte Beete und Wege, die auf das Schloss ausgerichtet sind, ornamentale, wechselnde Bepflanzungen, beschnittene Buchsbaumhecken und gepflegte Rasenflächen werden das Erscheinungsbild bestimmen, um dem historischen Anliegen gerecht zu werden.

·         Der Gärtner, der einen naturnahen Garten gestalten will, muss seine Arbeit und die ihr zugrundeliegende Ordnung so definieren, dass sie sich an den Bedürfnissen der Tiere und Pflanzen orientiert, die in diesem Garten eine Heimat finden sollen:

         Grünberankte Hauswände, Trockenmauern, Blühflächen, naturnahe Hecken, Kompostplätze, Reisig- und Totholzhaufen werden das Erscheinungsbild bestimmen und damit viele Nischen für Pflanzen und Tiere bieten.

 Die Beispiele zeigen, dass beide Ordnungsbegriffe weit auseinander liegen, aber jeweils eine in sich durchaus stimmige Ordnungsstruktur bilden. Einen ähnlichen Gegensatz der Ordnung finden wir z. B. in forstlich angelegten Nutzwäldern,

die auf wirtschaftlichen Gewinn ausgelegt sind und  zukünftigen „Urwäldern“, wie etwa dem Nationalpark Bayrischer Wald, in denen ganz auf menschliche Eingriffe verzichtet wird und in denen sichtbar wird:

Natur hat ihre zutiefst eigene  Ordnung.

Die Naturschutzarbeit unserer Gruppe ist ganz auf Förderung der Vielfalt von Lebensräumen und damit auf Begünstigung von Artenvielfalt ausgerichtet.

Ordnung ist relativ und definiert sich am Ziel!

 


 

Neueste Informationen unter Kurznachrichten

 

Nächstes spannendes Thema : Nationalpark Wattenmeer

beim nächsten Monatstreffen  am Mittwoch, den 12.2.2020, im Rathäuschen in Naunstadt.

 

Weitere Informationen folgen ebenfalls kurzfristig hier und in der Tagespresse.

 

 

 

 

 Auf diesen Seiten wollen wir wertvolle Tipps und Ratschläge im und mit dem Umgang unserer Tier- und Pflanzenwelt aufzeigen.

Schreiben Sie uns, wenn Sie Ihre Ideen einbringen wollen; wir freuen uns auf jede Einsendung.

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